Lennart Nezogé

erblickte 1956 in Moers/ Niederrhein die Welt.

ist seit 1980 verheiratet und zurzeit in Häusern (Schwarzwald) wohnend

erhielt von 1966 bis 1991 eine musikalische Ausbildung in Klarinette, Klavier und Komposition,  internat. Solo- und Kammerkonzerte in versch. Besetzungen

Tätigkeit als Musiklehrer für Klarinette

1973 erste schriftstellerische Tätigkeit und erste Klavierkompositionen

1975-1980 Zweitstudium/Promotion

1998/ 1999 Fertigstellung des ersten Buches „Das Eichhörnchenpferd“    (Kurzgeschichten, Lyrik)

1999 Erscheinen des Kurzromans „Apokatastasis“

seit 1999 Lesungen (meist mit Klaviermusik) und eigene Theaterprogramme (Rahmenprogramm 2000 und Kontraste 2001 im TheaterFlingern (Flin)

2001 Lesung der Initiative „Lesungen in den Häusern der Stadt“ des Kultursalons Düsseldorf

seit 1999 Hörbücher und eigene Kompositionen

2008 Hochschulberufung

Lennart Nezogé’s Texte sind als philosophische Zeitkritik zu sehen.

Die klare Sprachführung weist eine nach agogischen Kriterien aufgebaute Linienführung auf, d.h. sie ist nicht nur inhaltlich konsequent, sondern wird nach klanglichen Spannungsfeldern komponiert, bis sie einer Gesamtheit entsprechen.

„Er schreibt mit dem Skalpell“, sagt ein guter Freund.

Die Begegnung der Individualität mit der unqualifizierten Herde der Fremdgeführten bestimmt das Werk Nezogé’s, welches meist mit der Selbstauflösung des Einzelnen einhergeht, die verbleibende Mehrheit rettet sich – Perversion in sich – nach der Erkenntnis, daß es keinen Ausweg gibt, mit ihrer eigenen Elimination („ceterum censeo mundum esse delendum“, (im übrigen meine ich, die Welt müsse zerstört werden)).

Mit extravaganten Gedankensprüngen führt Nezogé durch die Zeit, indem er Themen aufgreift und verarbeitet, die zwar allgemeines Denken beherrschen, deren Conclusion wohl bei ihm eine ganz andere und überraschendere ist, als eigentlich erwartet.

Dieses Phänomen bestimmt die Spannung seiner Ausführungen, an der nächsten Gedankenkreuzung zeigt sich immer wieder ein unerwarteter Abzweig, dessen Verfolgung interessante Denkkanäle eröffnet.